Lebenswille

•14. April 2017 • Schreibe einen Kommentar

Hallo liebe Leser!

Eine gute Nachricht! Baks Lebenswille hat sich durchgesetzt und er hat sich in der letzten Woche wieder etwas erholt.

Nun will ich nicht den Anschein erwecken, es wäre wieder alles normal wie früher, aber er ist wieder aktiver als letzte Woche und nimmt wieder mehr am Leben teil, ja er will sogar wieder selbst an die frische Luft in den Garten. Allerdings zieht er sich immer wieder über längere Zeit in den Keller zurück und schläft in seinem alten, seit vielen Jahren von ihm nicht benutzen Körbchen.

Wir haben uns schon explizite Sorgen gemacht, da Baks fast eine Woche keine Verdauung hatte. Obwohl wir ihm täglich Lactolose gaben (und immer noch geben), wollte sich ein Stuhlgang einstellen. Wir sehen allerdings, dass er weniger frißt als früher und er auch in den letzten 2 Wochen bereits 60g Gewicht verloren hat. Da er schon zuvor sehr stark an Substanz verloren hatte, ist dieser Verlust natürlich kein gutes Zeichen.

Seine Sehfähigkeit scheint zumindest in Teilen wieder zurückgekehrt zu sein – oder er kommt jetzt mit dem Rest besser klar als vor einer Woche. Insgesamt macht er im Moment einen wacheren Eindruck als noch vor ein paar Tagen.

Durch seinen großen Lebenswillen hat unser Alter Herr anscheinend noch einmal einen kleinen Aufschub erreichen können. Wir machen uns nichts vor, schließlich ist dieses sein 19tes Lebensjahr, aber wir sind froh, dass er noch etwas mehr Zeit hat.

Baks erblindet

•8. April 2017 • 1 Kommentar

Hallo liebe Leser,

leider baut unser Baks in den letzten Wochen immer deutlicher ab. Wenn wir ihn streicheln, spürt man, dass über seinen Knochen keine Fettschicht mehr ist, obwohl wir nicht sagen können, dass er zu wenig frisst. Wir hatten schon in den letzten Beiträgen auf diesem Blog geschrieben, dass er in der Nacht sehr viel und laut maunzt und schreit. So richtig erklären konnten wir uns dieses Verhalten nicht, vermuteten aber schlicht einen Zusammenhang mit seinem Alter.

 

IMG_5473Am Dienstagmorgen war dann plötzlich alles anders. Er war bei mir im Badzimmer, wie so häufig wenn ich unter der Dusche stehe,  aber ich merkte schnell, dass etwas nicht stimmt. Baks lief orientierungslos umher, seine Pupillen extrem geweitet, obwohl das Licht an war und er lief immer solange gerade aus, bis seine Barthaare ein Hindernis berührten. Dabei maunzte er gottserbärmlich und herzzereissend.

Es war eindeutig – er sah nichts mehr.

Im Laufe des Tages besserte sich ein Zustand zum Glück wieder etwas! Ich vermute, dass er wohl einen leichten Schlaganfall erlitten hatte? Als ich nachmittags von der Arbeit kam, lag er auf der Terrasse und seine Pupillen hatten sich wieder zusammengezogen. Er hatte sich wieder beruhigt, aber sein Sehvermögen ist (seit dem?) stark eingeschränkt. Er reagiert noch auf Bewegungen in seinem Sichtfeld, allerdings ist deutlich zu erkennen, dass er uns nur an unseren Stimmen erkennt. Wahrscheinlich waren seine Sehschwierigkeiten in den letzten Wochen bereits der Grund für sein Geschrei in der Nacht, da er sich nicht mehr sicher orientieren konnte.

Wie es nun mit ihm weiter geht, wissen wir natürlich nicht, wir hoffen, dass er noch eine angenehme Restzeit bei uns hat. Autofahrten werden wir ihm nun ersparen (müssen), auch wenn das heisst, dass wir unsere Osterpläne zur Feier mit der Familie in NRW aufgeben mussten.

Kann man Perser ohne Kettenhemd scheren?

•19. März 2017 • Schreibe einen Kommentar

Ja, man kann 🙂

Vor ca. 2 Jahren sind wir mit Baks zu einer Tierärztin hier in Essen gefahren, um ihn untersuchen zu lassen, da er damals große Hautprobleme hatte. Während des Gesprächs kamen wir auch auf das Thema „Scheren“ zu sprechen, um seine Haut mit dem medizinischen Shampon besser erreichen zu können. Die Tierärztin (bei der wir danach auch nicht mehr waren) war der festen Überzeugung, dass dieses generell nur unter Narkose möglich sei.

Da Baks auf Narkosen leider sehr schlecht reagiert, wollten wir ihm diese möglichst ersparen. Worauf die Tierärtzin  uns darauf hin syphisant anbot, dass wir es doch ruhig im Nebenraum mit ihrer Schermaschine selbst versuchen sollten. Vermutlich dachte sie sich dabei: „Sie werden schon sehen, was sie davon haben …“

Wir sind daraufhin also in den 2. Behandlungsraum gegangen und ließen uns kurz in die Bedienung der Schermaschine einweisen. Und los ging es. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Ärztin in der Zwischenzeit einen weiteren Patienten behandelt, wärend wir selbst überrascht waren, ob der Ruhe mit der Baks die Schur über sich ergehen lies. Ja, er schnurrte sogar dabei gegen das Brummen der Maschine an.

baks przystrzyzonyNach einer Viertelstunde kam die Ärtzin dann in unseren Raum und es entgleisten ihr alle Gesichtszüge, als sie uns fröhlich bei der Arbeit sah. Da sie mit ihren Ansichten nun vollständig widerlegt war und sie uns zuvor den Rasierer kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, war ihr gerade ein kleines Geschäft durch die Lappen gegangen.

Nun, wir haben uns sehr nett verhalten, haben die ganzen Haare selbst zusammengefegt und eine Spende für die Kaffeekasse dagelassen, war auf jeden Fall billiger für uns 😉

Wir haben für Euch einen neuen Artikel über Schermaschinen geschrieben.

Scheren von Langhaarkatzen

Erinnerungen

•11. Februar 2017 • Schreibe einen Kommentar

Ich habe mich kürzlich auf die Suche nach Bildern auf DVDs aus der Anfangszeit von Kasias und meiner Zweisamkeit gemacht. po-zmianie-fryzury_009Dabei bin ich auf viele schöne Bilder aus dieser Zeit gestossen. Besonders die Bilder unserer bereits verstorbenen Schätze Maja und Fredek haben wieder viele schöne Erinnerungen geweckt.

Die Bilder stammen aus der Wohnung in Essen, in die Kasia damals zu mir zog. Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Baks hat damals noch so wunderbar gelb-orange Augen. An ihnen sieht man im Vergleich, dass unser König alt geworden ist.

Andere Bilder zeigen unsere kleine Maja, bei einem Ausflug der ersten Ausflüge zu meinen Eltern. Damals hatten wir noch Sorgen, dass sie dort Kratzen würde und haben sie nicht aus dem Wintergarten gelassen. Keine Sorgen, wir sind sehr schnell schlauer geworden und schon ab dem nächsten Besuch, duften beide sich frei im Haus bewegen. maja-w-ogrodku25-marca-2007_035Es wurden nur Decken über die Sofas gelegt, damit speziell Maja dort nicht kratzte. Das Bilder zeigt einen Frühlingsspaziergang im Garten meiner Eltern. Maja und Baks anzuleinen, war damals ein Versuch, der aber auch nicht geklappt hat, denn wirklich wohl haben sie beide damit nie gefühlt. 😉

Zuletzt ein schönes Bild unseres Frettchen Fredek, der in den ersten Jahren noch mit uns lebte. Baks und er haben fast die ganze Zeit zusammengelebt und sie haben sich durchaus gemocht. spiacy-fredzio-l_015Maja, die erst in Essen zu uns stiess, hat dagegen den Kleinen keine Sympathie entgegen gebracht.

Trotzdem hat der kleine Racker ganz schön viel Leben und Freude besonders in Kasias Leben gebracht, da sie mit ihm wirklich kuscheln konnte und uns niemals irgendeine Aggression zeigte.Darüber hinaus werden wir sein „durch die Wohnung Wuseln“ nicht vergessen. 🙂

 

Rückblick 2016

•26. Dezember 2016 • Schreibe einen Kommentar

Hallo liebe Leser,

wie es ist schon wieder soweit? Das Weihnachtsfest klingt schon aus und Silvester steht vor der Tür. Wo ist bloss dieses Jahr geblieben?

IMG_39202016 hat unserem lieben Baks ein weiteres Lebensjahr und die ihm erwünschte Zeit im Garten gebracht. Dank unserer SUC-Therapie und der Reduktion der Blutdrucksenker geht es ihm auch wieder etwas besser. Er nimmt wieder mehr Anteil an den Geschehnissen im Haus und zeigt sich wieder häufiger. Aber man sieht ihm sein Alter langsam deutlich an. Er springt zwar immer noch auf den Tisch und die Ablage, dieses aber deutlich weniger elegant und manchmal klappt es auch nicht. Auch das Balancieren gelingt ihm nicht mehr so gut.

Unsere Kinder lieben ihn ungebremst. Besonders der Kleine würde am Liebsten dauernd mit ihm kuscheln, umarmen und füttern. Durch das Schließen der Türen versucht der Kleine ihm dann immer den Fluchtweg zu versperren, bis einer von uns Großen eingreift. Baks nimmt das mit seiner unglaublichen, stoischen Geduld hin, er hat noch nie gegen ihn gefaucht.

Von unseren Plänen für 2016 haben wir „nur“ das neue Blog-Projekt „Grüne Finger“ umgesetzt. Hier hat Kasia sich allerding ein weites Feld geschaffen, in dem Sie über Garten, Gartengestaltung, Vogelschutz und Gemüsezucht schreibt. Wer es noch nicht gesehen, hat bitte einfach mal vorbeischauen.

Dazu haben wir die polnische Spiegelseite umgezogen, sie ist nun ebenfalls auf WordPress zu finden.

Das Vlog-Projekt ist noch nicht weitergekommen, vielleicht schaffen wir das im neuen Jahr.

Was uns weiterhin umtreibt, ist der Vogelschutz, bzw. die Unterstützung der Vögel in unserem Garten. Hier werden wir an dieser Stelle und auf „Grüne Finger“ auch im neuen Jahr wieder Anregungen und Beobachtungen teilen. Als erstes steht auch in diesem Jahr wieder „die Stunde der Wintervögel“ am 6. Januar an. Wir laden Euch ein, Euch auch daran zu beteiligen.

Wir wünschen Euch und Euren Familien alles Gute für das neue Jahr 2017!

Niereninsuffizienz und SUC-Therapie.

•26. November 2016 • Schreibe einen Kommentar

Hallo liebe Leser,

wie Ihr schon öfter lesen konntet, ist unser Kater seit längerer Zeit Nierenkrank.

img_38371Darüberhinaus macht sein Leber auch schon Probleme und für seinen Bluthochdruck bekommt er mittlerweile ein Medikament. Er bekommt auch spezielles Futter und ein Futterzusatz (Ipakitine).

Eigentlich haben wir ihn stabilisieren können – er frisst, sein Blutdruck ist in Ordnung, seine Blutwerte verschlechtern sich nicht. Er hat aber leider sehr stark abgenommen und das macht uns wirklich Sorgen.

Um ihm noch etwas Gutes zu tun, haben wir mit unserer „alten“ Tierärztin aus Essen gesprochen und Frau Dr. Schumacher hat uns auf die SUC-Therapie der Firma Heel aufmerksam gemacht. Nach dem Gespräch mit der Firma Heel habe ich 4 Componenten bestellt: C (coenzyme compositum), U (Ubichinon compositum), S (Solidago compositum) und Hepar compositum.img_38331

Ich bin die Sache mit gemischten Gefühlen angegangen. Aber jetzt, nach ein paar Tagen sehe ich, dass es dem Kater besser geht. Er schläft nicht mehr so viel, frisst mehr, ist wachsamer und ist sogar wieder sauber geworden. Er bekommt im Moment noch alle Komponente plus zusätzlich etwas, was seine Leber unterstützen soll. Ich kann die Beratung der Firma Heel wirklich nur loben. Nach einer kurzen Email habe ich sehr schnell einen Anruf mit allen Informationen bekommen. Wir hoffen damit Baks über eine längere Zeit stabilisieren zu können und vielleicht regen wir ihn dazu an, wieder ein bisschen zu zunehmen.

Natur unterstützen

•8. November 2016 • Schreibe einen Kommentar

Heute geht es nicht um unsere Katzen, sondern um unsere Gartenvögel.

Leider machen sich die wenigsten Gartenbesitzer Gedanken über den Naturschutz. Heute prägen zu saubere Gärten oder leere Grundstücke mit Rasen das Bild in den Wohngebieten. Viele haben nur noch eine Thujahecke und Rasen – einen Garten, der der Natur wenig zu bieten hat. Viele Menschen möchten es einfach und pflegeleicht haben.

Das andere Extremum sind Gartenbesitzer, die wirklich alles vor dem Winter aufräumen, was noch Tiere nützen könnten. Stauden werden abgeschnitten, jedes Blatt wird aufgehoben oder noch schlimmer aufgesaugt.

Die Wildewiesen in der Landwirtschaft werden jetzt bis zu 5-7 mal im Jahr gemäht. Fazit:

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es bleibt viel zu wenig Blüten, von den sich Insekten ernähren könnten.

Zugegeben – wir haben auch viele Thujen im Garten. Aber wir haben sie gepflanzt, weil wir wirklich ein schmales Grundstück haben, dass direkt an der Strasse und einem Fussweg grenzt. Wir leben aber auf dem Land, und bei uns wachsen wirklich viele wilde Sträuche in der Nähe, wie Schlehe, Schneeball, Eberesche oder Pfaffenhütchen. Beeren gibt es hier wirklich genug, und im Frühjahr viele Blüten. Was bei uns in der Umgebung fehlt sind Sommer und Herbstblüher und das Angebot haben wir in unserem Garten erweitert. Auf diesem Weg machen wir nicht nur für Insekten etwas Gutes, sondern auch für Vögel, die s

ich von diesen ernähren. Wir haben auch Totholzhaufen, Reissighaufen und Steinhaufen geschaffen. So finden nicht nur Insekten, sondern auch Erdkröten einen Unterschlupf.

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Wir versuchen auch die Vögel mit Nistkästen unterstützen. Im Moment hängen in unserem Garten mehrere Holzbeton- und Holznistkästen. Alle wurden jedes Jahr dankend angenommen. Und die Vögel kommen später mit ihren Nachwuchs an unsere Futterstellen. Wir füttern ganzjährig, weil durch Chemie in der Landwirtschaft (Pestizide und Herbizide) und im Kleingartenbereich das Futter immer knapper wird. Aus diesem Grund sammeln wir auch im Herbst Laub und bauen einen Laubhaufen. Auf dieser Weise können zum Beispiel Marienkäfer einen Unterschlupf für den Winter finden. Wir lassen Ecken zu, die “unordentlich“ aussehen. Und gerade diese Ecke mag ich am liebsten. Dort ist ein wahres Leben!

Wir haben im Kübel sogar Brennessel gepflanzt, die als Nahrung für viele Schmetterlingsraupen dient. Wir können nicht sagen, dass wir einen naturnahen Garten haben – aber wir tun sowieso schon viel mehr als die Meisten. Wir versuchen einen Kompromis zu finden – der Garten soll sowohl uns als auch den Vögel und anderen Tieren etwas bieten.

Ich kann Euch wirklich eine Vogelfütterung empfehlen. Auf dieser Weise bekommt man oft Vogelarten zu sehen, und das aus der Nähe, die man normalerweise nie zu Gesicht bekommen würde. Es ist wirklich gleichzeitig spannend und befriedigend. Besonders wenn man sieht, wie man während der Brutsaison die Elternvögel unterstützt.

Ich bin selber 2-fache Mutter und ich weiss wovon ich spreche 😉 oft ist man so mit der Fütterung der Raubtiere beschäftigt, dass man selber kaum noch zum Essen kommt. Die Vögel verfüttern an ihre Jungtiere nur die Insekten, die sie suchen müssen. Wir unterstützen also nur die erwachsenene Tiere, dass sie schnell auch sich selber stärken können.

Vergesst nicht auch eine Wasserschale bereitzustellen. Unsere Vögel baden mehrmals täglich und im Sommer hilft das Wasser die heissen Tagen zu überstehen.

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Es hat sich bei uns bewährt mehrere Futterstellen anzubieten. Sonst gibt es oft Streit 🙂

Einige Vögel fressen nur vom Boden, es lohnt sich deshalb einen Futtertisch hinzustellen. Wir mussten unseren mit einem Käfig schützen, da die Elstern alles binnen 5 Minuten geplündert haben. Ich streue für sie in der Nähe etwas auf dem Boden. Man braucht keine Angst vor Ratten zu haben. Das wird alles bis zum Abend leergefressen, regelrecht saubergeputzt. Am Anfang lohnt es sich nur kleine Mengen zu streuen, wenn man noch kaum Vogelbesuch im Garten hat. Später ist das Problem mit den Resten garnicht vorhanden. Es sei denn, man nimmt einen falschen Futterspender, bei dem zu viel herauskommt.

Wir haben einen Nussspender für die Nüsse, Sonnenblumenspender (ohne Schale, denn diese machen kaum Dreck), Fettblocks, Meiseknödel, Streufutter (für z.B. Rotkelchen und Amseln) und getrocknete Mehlwürmer. Wir machen im Winter auch selber einen Fettkuchen, den alle Vögel lieben. Ein Rezept kommt später.

Diese Säulen haben uns besonders überzeugt, weil das Futter nicht einfach rausgeschmissen werden kann und alles bleibt trocken und vor Kotverschmutzungen verschohnt. Solche Säulen kann man auch prima auf dem Balkon benützen. Es gibt verschiedene Systeme, die sich für solche Zwecke eignen.

Mehr über Vögel im Garten:

  1. Gartenvögel
  2. Vogelschutzhecke