Bericht eines Ex-Allergikers

Bevor Kasia mit Baks bei mir eingezogen ist, war ich lange Jahre wirklich stark allergisch gegen Katzen. Ich bin selbst mit Hunden gross geworden und habe im Laufe der Pubertät einen starken Heuschnupfen entwickelt, der sich auch auf Katzen ausgeweitet hat. Mein Heuschnupfen wurde über die Jahre immer schlimmer, bis ich sogar Asthma bekam, so dass ich mich während meines Studiums schon desensibilisieren liess. Dieses war aber nur kurzzeitig von Erfolg gekrönt, was allerdings auch an einem Medikament lag, welches ich viele Jahre lang nehmen musste und welches Allergien verstärkt.

Ein Jugendfreund hatte in unserer Teenagerzeit Katzen und ich konnte es bei ihm nur maximal eine Stunde aushalten, bevor ich vor lauter Niesen und tränenden Augen die Flucht ergreifen mußte. Daher befürchtete ich, dass meine Allergie sehr heftig auf Kasias Katze reaieren würde.

Allergisches Asthma und Desensibilisierung auf die Harte Tour

Als Kasia nun bei mir einzog, wunderte ich mich zunächst nur, dass mein Husten den ich von einer Erkältung übrig behalten hatte, gar nicht besser wurde. Da ich früher „nur“ mit laufender Nase und juckenden Augen reagiert hatte, habe ich dieses Husten erst gar nicht auf den Kater zurückgeführt. Dass ich nun mit Asthma reagieren würde hatte ich wirklich nicht erwartet. Nun blieb mir nur die Wahl, Augen zu und hoffen, dass es besser würde oder …

Zum Glück hatte ich noch etwas von dem Asthmaspray übrig, welches ich von der Zeit meines starken Heuschnupfens noch verwahrt hatte.

Nach den ersten zwei wirklich unangenehmen Monaten wurden die Symptome zum Glück immer geringer und nach ca. 4-6 Monaten war ich wieder allergiefrei! Seit dem kann ich mit Baks kuscheln (ja, auch als Mann) und ihn streicheln.

Zwei Katzen – Doppelt so gute Gewöhnung

Als wir einige Zeit später die Katzendame Maja zu uns nahmen, trat die Allergie wieder auf. Doch dieses mal waren die Symptome bei weitem nicht mehr so ausgeprägt. Es trat kein Asthma mehr auf und es dauerte „nur“ ca. 3 Monate bis die Symptome wieder vollständig verschwanden.
Und noch etwas anderes hat sich positiv seitdem verändert! Während die „Desensibilisierung“ vorher nur auf Baks begrenzt war, reagiere ich seit Majas Einzug gar nicht mehr allergisch auf Katzen.

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass es meiner Meinung nach sehr auf die innere Einstellung gegenüber der jeweiligen Katze (oder auch Hund) ankommt. In meinem Fall hat mich der Kater wirklich „rumgekriegt“. Ich habe die Zeit einfach als notwendiges Übel gesehen, weil ich das Frauchen nicht verlieren wollte.

Auch die Desensibilisierung mittels gespritzten Allergenen gegen meinen Heuschnupfen war nicht unbedingt angenehm, wenn auch lokal auf den Oberarm begrenzt. So gesehen waren die 6 Monate eine „Desensibilisierung auf die harte Tour“.

~ von humbold75 - 14. Dezember 2009.

Eine Antwort to “Bericht eines Ex-Allergikers”

  1. […] […]

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