Das Leiden unserer Maja nach dem Tierheim

Hallo zusammen,

wie angekündigt, möchten wir weiter über unsere Anstrengungen berichten, die notwendig waren, nachdem wir Maja aus dem Tierheim zu uns geholt hatten. Sie haben den ersten Teil verpasst? Kein Problem, hier ist er!

Wie schon beschrieben, war Maja in einem sehr schlechten Zustand, als wir sie aus dem Tierheim geholt haben. Dieses war aber definitiv nicht die Schuld des Tierheims in Essen, dem wir hier an dieser Stelle einmal ein großes Lob für seine Arbeit aussprechen möchten. Maja war dort nur für ca. 3 Wochen aufgenommen worden, bevor Kasia sie zu uns geholte. Wie lange Maja vorher draußen gelebt hat, können wir nur schätzen, vermutlich waren es mehrere Wochen, da sie sehr abgemagert war.

Im Tierheim selbst wurde sie noch gegen Flöhe, Zecken und Milben behandelt. Die Reinigung der Zähne sollte ein paar Tage später durchgeführt werden und eine Entwurmung wurde eingeleitet. Zu Hause begann Kasia dann mit der Versorgung der entzündeten Augen und Tränenkanäle.

Ein paar Tage nach dem wir Maja zu uns geholt haben, fielen uns dann allerdings kleine, getrockente Blutstropfen auf dem Boden unserer Wohnung auf. Zunächst konnten wir uns keinen richtigen Reim darauf machen, da beide Katzen keine äußeren Verletzungen aufwiesen. Kasia ist darauf noch einmal zum Tierheim gefahren, um Maja Röntgen und an ihr eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

Das Ergebnis der Untersuchung war leider alles andere als erfreulich. Maja muß von ihrem Vorbesitzer als Gebärmaschine mißbraucht worden sein. Kurz bevor sie ausgesetzt wurde, mußte sie noch Kitten gehabt haben, da in Ihren Zitzen noch größere Mengen Milch war. Ihre Gebärmutter war voller Zysten und Tumore und musste anschließend vollständig entfernt werden.

Maja kurz nach der OPNach der Operation war Maja verständlicherweise völlig mitgenommen. Die Narkose und der Wundschmerz haben sie 3 Tage völlig ausser Gefecht gesetzt. Man kann sagen, dass sie nur ein kleines Häuflein Elend war. Sie schlief nur, hat nichts gefressen oder getrunken. Kasia mußte ihr Wasser mit einer Spritze direkt in den Mund  geben, damit sie nicht austrocknete. Die einzige Bewegung die sie hatte, war der Weg zur Katzentoilette, die sie trotzallem immer noch aufsuchte. Erst ab dem vierten Tag ging es ihr langsam wieder besser.

Zum Glück hat sie insgesamt die Operation sehr gut überstanden, dieses wurde sicherlich auch durch Kasias intensive Pflege unterstützt. Heute sieht man von der Operation fast nichts mehr. Maja ist allerdings bis heute am Bauch sehr empfindlich, so dass ihr dort das Bürsten keine Freude bereitet.Maja trotz OP auf der Toilette

Nach der OP mußte Maja noch 2 Wochen lang einem Plastikkragen tragen, der sie natürlich auch sehr störte. Selbst Baks war dieser Kragen nicht wirklich geheuer. Vielleicht konnte er sich daran erinnern selbst einmal einen solchen getragen zu haben?

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass diese Operation sozusagen noch in der „Gewährleistung“ (schreckliches Wort in diesem Zusammenhang) des Tierheims lief. Wir diese also nicht bezahlen mußten! Sollte jemand also eine Katze aus dem Tierheim holen und diese zeigt Krankheitssymptome kurz nach dem man sie zu sich geholt hat, so wird die Behandlung vom Tierheim übernommen.

~ von humbold75 - 1. April 2010.

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