Erster Urlaub mit Kind und Katzen

Wieder zuhause! Schade, dass der Urlaub schon wieder so schnell vergangen ist.

Unserem Sohn hat die Atlantikluft Südfrankreichs richtig gut getan! Und die Katzen leben noch!😉

Doch der Reihe nach!

Die Fahrt nach Frankreich

Nachdem wir am ersten Juniwochenende ein großes (Familie-)Fest hinter uns gebracht hatten, sind wir in der Nacht von Montag auf Dienstag aufgebrochen, um die ca. 1300 km zu unserem Urlaubsort zurückzulegen. Wir wollten in der Nacht fahren, um die Zeit zu nutzen, die der Kleine schläft. Das hat auch wunderbar geklappt, der Kleine ist erst morgens auf dem letzten Drittel der Strecke wach gewesen.

Wir dachten allerdings, dass wir in der Nacht abwechselnd schlafen könnten, nur leider hatten wir da die Rechnung ohne Baks gemacht! Wir waren die selbe Strecke mit den Katzen bereits vor einem Jahr gefahren und das hatte wunderbar geklappt. Natürlich hatten sie zwischendurch gemaunzt, allerdings jeweils nur kurz. Ausserdem hatten wir ihnen die Möglichkeit gegeben, zwischen (umgeklappter) Rücksitzbank und im Heck befindlicher Toilette hin und her zu wechseln. Dieser Platz war nun aber durch die Babyschale besetzt. Dafür hatten die Beiden den gesamten Heckraum des Kombis.

Wir hatten diese Aufteilung schon auf mehreren kurzen Strecken (bis zu einer Stunde) geübt und da hatte das ganz gut geklappt. Aber leider nicht auf der langen Strecke. Besonders Baks konnte sich nicht entspannen. Dieses wurde durch die Beleuchtung und die schlechten Fahrbahnen in Belgien sowie die hellen Lichter der LKW nicht verbessert. Seine Nervosität muss auch Maja angesteckt haben. Auch sie war die Nacht hindurch immer auf der Suche nach einer Möglichkeit zu uns nach vorne zu kommen. Erst gegen morgen beruhigten sich die Beiden etwas, aber an Schlafen während der Fahrt war für Kasia und mich nicht wirklich zu denken!

Wieder in der vertrauten Urlaubsumgebung

So kamen wir sehr müde aber mit einem immerhin ausgeschlafenen Kleinkind und zwei leider entnervten Katzen in unserem Urlaubsdomizil an. Zum Glück erkannten auch Baks und Maja das Haus sofort wieder und daher waren sie beide innerhalb einer halben Stunde schon entspannt eingeschlafen.

Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter, denn die erste Woche war ziemlich durchwachsen. Es regnete die ersten Tage und erst zum Freitag hin konnten wir den ersten Strandtag verbringen. Aber unserem Kleinen hat die Luft wirklich gut getan und den Klimawechsel hat er super weggesteckt. Er schlief die ersten Tage mehr als üblich, aber besonders die Ausflüge zum Strand hat er sichtlich genossen. Er konnte unter dem Sonnen- und Windschutz liegen und die Menschen am Strand beobachten. Wenn wir mit ihm zum Wasser gingen, war er kaum zu halten. Er hat sich so für die großen Wellen begeistert, dass wir uns schon auf das nächste Jahr freuen, wenn er zum ersten Mal Kontakt aufnehmen wird. Diesmal wurde er noch von uns durchgehend auf dem Arm gehalten, denn das Wasser hatte gerade mal 18 °C.

Die Katzen blieben wie letztes Jahr die Zeit über im Ferienhaus. Dort konnten sie wieder auf der Innenterrasse liegen und durch die großen Terrassentüren die Vögel im Garten beobachten. Man merkte aber doch, dass Baks unseren Garten in Essen nach ein paar Tagen vermisste. Er ist und bleibt eine Gartenkatze. Maja hingegen hatte schnell ihren neuen Lieblingsplatz in einem Sessel gefunden und war daher ziemlich entspannt. Besonders die Nachtigall, die fast jeden Abend im Baum saß, hat sie gerne beobachtet.

In den Garten konnten wir Baks leider nicht lassen, da dieser nicht katzensicher ist und Baks die Lücken viel zu schnell gefunden hätte. Er wäre sicherlich nicht weggelaufen, allerdings war hinter den Lücken eine Straße und wir wollten nicht ohne ihn wieder nach Hause fahren. Nur Maja haben wir einmal in den Garten gelassen, da die alte Dame nicht so schnell ist.

Die Rückfahrt

Leider gingen die 11 Tage in Frankreich wieder viel zu schnell vorbei. Aber es war arbeitsbedingt und aus privaten Gründen in diesem Jahr kein längerer Sommerurlaub möglich.

Wir hatten uns entschieden, die Rückfahrt während des Samstags anzugehen. Dazu hatten wir am Freitagabend den Wagen gepackt und wollten morgens früh starten. Leider sind die Vorbereitungen Baks nicht verborgen geblieben und er hat uns die ganze Nacht lang „unterhalten“. Somit konnte von einer entspannten Nacht vor der Fahrt leider auch nicht die Rede sein.

Wir hatten erwartet, dass auf dem Rückweg die Katzen mehr schlafen würden, als auf dem Hinweg. Aber das war nur bedingt der Fall. Besonders Maja war leider wieder sehr gestresst. Ihr fehlt anscheinend wirklich der direkte Kontakt zu uns während der Fahrt.

Wie wir dieses Problem zukünftig lösen werden, wissen wir leider selbst noch nicht. Da die Rückbank nun mal von unserem Sohn besetzt ist, bleibt für die Katzen nur das Heck. Wie gesagt Platz ist dort genügend, aber wir erreichen sie nicht, um sie zwischendurch ein wenig zu streicheln. Aber gerade das scheint Maja zu brauchen.

Vielleicht hat ja jemand von Euch eine gute Idee?

~ von humbold75 - 19. Juni 2011.

5 Antworten to “Erster Urlaub mit Kind und Katzen”

  1. Gott sei Dank kann ich das nicht beurteilen…. stelle es mir aber tatsächlich furchtbar vor. Zuhause ist dann wohl erstmal nicht mehr richtig „zuhause“.
    Im Übrigen finde ich es super, wie Ihr das mit Eurem Nachwuchs und den Katzen meistert. Grad hat eine „Freundin“ ihre Katzen abgegeben, weil sie ein Kind bekommen hat.. keine Zeit mehr.. schade.

  2. Die Wahrscheinlichkeit, dass nochmal eingebrochen wird, ist wohl gering?
    Ich persönlich würde meinen Katzen nie eine solch lange Fahrt (1300 km????)zumuten. Aber es kommt natürlich immer auch auf die Katzen an. Ich habe auch zwei Perser, ziemlich relaxed – und trotzdem.
    Lieber einen Katzensitter und fertig.
    Es kann so viel passieren, auch, wenn ihr sie mitnehmt. Autounfall, etc.

    • Hallo Heidi!

      Tja, das mit der Wahrscheinichkeit ist so eine Sache…
      Ausserdem ist insbesondere bei Kasia die Verunsicherung seit dem groß. Ich wünsche es wirklich niemandem, dass bei ihm oder ihr eingebrochen wird, denn der emotionale Schaden ist wirklich der Größte. Sich in seinem Zuhause nicht mehr sicher zu fühlen ist schrecklich!

  3. Hallo Kasia,

    könnt Ihr Maja und Baks nicht zuhause lassen und einen Katzensitter bestellen? Dann sind die beiden Süßen in Ihrer gewohnten Umgebung und ihr könnt in Ruhe den Urlaub mit Eurem Sohn genießen.

    Gruß
    Monika

    • Hallo Monika,

      prinzipiell hast Du Recht! Das haben wir früher auch so gemacht.
      Nur leider ist bei uns im Februar in die Wohnung eingebrochen worden. Seit dem fühlen wir uns dort nicht mehr so sicher, dass wir unsere Lieben 2 Wochen lang die Meiste Zeit alleine lassen wollen.

      Grüße
      Kasia und Andreas

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