Panleukopenie

Panleukopenie

Die Panleukopenie ist eine häufig tödlich endende Katzenkrankheit. Sie wird auch Katzenseuche, Katzenstaupe, Agranulomatose oder Katzenpest genannt. Die Krankheit ist eng verwandt mit der Parvovirose des Hundes und der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen.

Die Krankheitserreger sind gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich. Bei Raumtemperatur bleibt sie mehrere Monate infektiös und die meisten Desinfektionsmittel sind nicht in der Lage sie zu neutralisieren. Zu den gegen das Virus wirksamen Substanzen zählen Natriumhypochlorit, Formaldehyd und Glutaraldehyd.

Von der Krankheit werden vor allem ungeimpfte Jungtiere betroffen, so dass sie bei Hauskatzen am häufigsten im Alter von drei bis fünf Monaten auftritt. Das Virus dringt über Kontakt mit infektiösem Material (Kot, Urin, Nasensekret) durch die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper ein.

Bis sich die ersten Symptome zeigen vergehen meist zwischen 2 und 10 Tagen. Die Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, es dominieren vor allem Symptome des Magen-Darm-Traktes und des Abwehrsystems. Neben dem Auftreten starker, oftmals blutiger Durchfälle kommt es zu einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen (Leukopenie) und damit einer Verminderung der Abwehrfähigkeit des erkrankten Organismus, der daher für bakterielle Infektionen besonders empfindlich ist. bBei einigen Tieren fehlen allerdings jede äußeren Krankheitsanzeichen.

Neben den genannten Symptomen zeigen die erkrankte Tiere häufig Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Dehydratation, Fieber, Nasenausfluss, Bindehautentzündung und Erbrechen. Der ausgeschiedene Kot enthält große Mengen hochinfektiösen Erregermaterials, daher ist ein wesentlicher Aspekt im Umgang mit der Krankheit die Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen, um die Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Selbst genesende Katzen können das Virus noch bis zu sechs weitere Wochen ausscheiden.

Die Behandlung infizienter Tiere zielt zunächst auf eine Stabilisierung des Patienten hin. Hierzu sind meist Infusionen nötig, um ein Austrocknen zu verhindern und eine optimale Ernährung zu gewährleisten. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, bedarf es der Verabreichung von Antibiotika. Das Virus selbst kann durch die Verabreichung von Interferonen und Serum-Antikörpern bekämpft werden. Bei intensiver Behandlung lassen sich die meisten Tiere retten.

Als Vorbeugung besteht die Möglichkeit der Impfung, welche erstmals im Alter von acht Wochen durchgeführt werden sollte und nach einem Monat aufgefrischt werden muss.

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