Kratzbäume

Nicht viele Katzenbesitzer wissen, wie wichtig ein Kratzbaum ist. Ich möchte auf dieses Thema eingehen und ein paar hilfreiche Tipps geben.

Ein Kratzbaum ist wichtig, damit die Katze sich die Krallen schärfen und wetzen kann, das Territorium wird dadurch auch markiert.  Dabei eignet sich nicht jeder Kratzbaum für jede Katze.  Eins ist sicher – es sollte nie an der Qualität des Kratzbaumes gespart werden!

KratzbaumEin richtiger Kratzbaum sollte sehr stabil und sicher stehen. Er sollte sich fast gar nicht bewegen, wenn eine Katze darauf springt. Ggf. muss der Kratzbaum fest an die Wand geschraubt werden. Es gibt Rassen, wie zum Beispiel Maine Coon oder ähnliche, die einfach aufgrund ihre Größe und Gewicht einen besonders stabilen und schweren Kratzbaum brauchen. Welcher Schaden durch einen umgestürzten Kratzbaum entstehen kann, können Sie sich sicherlich selbst ausmalen, selbst wenn die Katze sich noch durch einen schnellen Sprung retten kann.

Viele Katzenbesitzer kaufen für kleine Kitten ihren ersten, kleinen Kratzbaum. Sie denken nicht daran, wie schnell eine Katze wächst und wie schnell so ein kleiner Kratzbaum einfach zu klein wird. Ich rate direkt einen grosseren und massiven Kratzbaum zu kaufen, der Ihren Katzen mehrere Jahre Freude bereitet. Die Katze gewöhnt sich von Anfang an den Kratzbaum und weiss wofür man ihn benutzen soll, außerdem bietet ein Kratzbaum der Katze im Besten Fall Rückzugsmöglichkeiten. Sie kann alles aus der Höhe herab oder aus einer Höhle heraus betrachten, was ihr ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Kratzbaumes beachten?

  1. Er muss stabil sein.
  2. Die Katze sollte sich auf ihm beim Kratzen ganz austrecken können, sonst sucht sie  sich „Ersatz“ an Polstermöbeln, Teppichen, Tapeten oder anderem.
  3. Die Stämme sollten mit Sisal umwickelt sein. Viele Katzen nehmen die Sisal-Naturfaser besser an als Kunststofffasern, sie ist zudem sehr haltbar und läßt sich leicht ersetzen.
  4. Die Enden des Sisalseils sollte nicht mit Klebstoff am Stamm befestigt sein. Besser ist eine mechanische Befestigung an der Stirnfläche des Stammes.

Kratzbaum Natural Home IV

Wenn allerdings in Ihrer Wohnung zu wenig Platz für einen großen, stabilen Kratzbaum besteht, können Sie ein solides Kratzbrett an der Wand befestigen (Kratzwelle) oder eine Kratzmatte aus Sisal auslegen.

Diese beiden Ersatzmaßnahmen gewähren allerdings keinen 100%igen Schutz für Ihr Inventar. Es kann also trotzdem passieren, dass die Tapette oder ein Möbelstück leiden wird. Dieses ist leicht zu erklären, da es für die Katze nicht leicht zu verstehen sein wird, wieso sie nur an einer bestimmten Stelle an der Wand kratzen darf, aber nicht z.B. auch um das Brett herum.

Darüber hinaus sind solche Matten oft für grosse Rassen einfach zu schmal und schlecht gegen Rutschen zu sichern. Daher wird der große „sichere“ Teppich bevorzugt.

Wenn Ihre Katze nicht sofort begreift, wofür eigentlich ein Kratzbaum geeignet ist, gibt es verschiedene Wege, ihre Samtpfote an ihn zu gewöhnen. Sie können z. B. immer, wenn die Katze etwas anderes kratzen will, die Katze auf den Kratzbaum bringen. Auch durch das Spielen auf dem Kratzbaum kann unser Liebling begreifen, worum es geht. Man kann auch den Kratzbaum mit flüssigem Katzenminzeextrakt besprühen.

Unsere Perserkatzen haben einen sehr grossen Kratzbaum, der bis zur Decke reicht. Er ist sehr stabil, da er auf einer sehr breiten Platte steht und gegen die Decke verschraubt ist. Baks nutzt ihn nur als Kratzstelle, während Maja dort darüber hinaus spielt und in den Hängematten schläft. Wie vielseitig ein guter Kratzbaum ist, läßt sich daran sehen, dass selbst unser Frettchen diesen als Klettergerüst und die Hängematten als Schlafplatz verwendete.


2 Antworten to “Kratzbäume”

  1. Find ich gut, das wusste ich noch gar nicht. Danke für den Tipp! Dafür liebe ich das Web, dass man schnell auf solche super Blogbeiträge stößt :-). Vielen Dank nochmal und schönen Gruß, Burkhild Maiwald

  2. […] Viel Spass beim Lesen! […]

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